| Europäische Bahnen formen Transport-Allianz Xrail Europäische Bahnrevolution |
02. März 2010 | ||
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VON: MARCO ROHNER Sieben europäische Bahnen haben eine Allianz namens «Xrail» für ihre Wagenladungsverkehre gegründet. Mit Pünktlichkeit, geringeren Kosten und weniger Aufwand wollen sie dem Strassentransport Marktanteile abnehmen.
Die Allianzpartner DB Schenker, SNCB Logistics, CD Cargo, CFL Cargo, Green Cargo, Rail Cargo Austria (RCA) und SBB Cargo haben sich auf Initiative der Unionof Railways (UIC) gefunden, um mit der Vertragsunterzeichnung in Zürich eine neue Ära im europäischen Bahnverkehr einzuläuten. Sie stellen in ihren Netzen für den Xrail-Wagenladungsverkehr so genannte Wirtschaftszentren zur Verfügung, zentrale Güterumschlagorte, die über garantierte Korridore nach gemeinsamem Fahrplan angefahren werden. Kunden im Ruhrgebiet, im österreichischen Linz, im östlichen Gebiet um Dresden und Leipzig oder im schweizerischen Limmattal könnten beispielweise von der neuen Xrail-Plattform profitieren. Bis Mitte Jahr werden die ersten gemeinsamen Produkte von CD Cargo und CFL Cargo gestartet, die komplett auf dem Xrail-IT-System abgewickelt werden. Die Allianzpartner haben sich verpflichtet, die Pünktlichkeit zu 90% zu garantieren, den gleichen Fahrplan zu nutzen (inklusive Verspätungsmeldungen) und den Kunden ihre Offerten innert maximal drei Tagen zu liefern.
Mehr Volumen ohne Preisdiktat «Es wird mehr Volumen geben, wenn wir die Qualität garantieren können», ist DB-Schenker-Rail-CEO Dr. Alexander Hedderich überzeugt. «Über international einheitliche Qualitätsstandards werden wir die Prozesse im Auftrag unserer Kunden entscheidend verbessern», sagte Hedderich. So würden die Kosten gesenkt, weil mit einem gemeinsamen System offeriert, geplant und gearbeitet werde. «Gemeinsam geben die Xrail-Partner damit dem Einzelwagenverkehr in Europa eine Zukunft», sagte Hedderich. Rund die Hälfte der internationalen Transportvolumina auf der Schiene werden im Einzelwagenverkehr bewegt. Ferdinand Schmidt, Vorstandsdirektor RCA, zeigte sich zuversichtlich, der Konkurrenz im Strassentransport Marktanteile abnehmen zu können. SBB-Cargo-CEO Nicolas Perrin sprach abschliessend allen CEOs sichtlich aus dem Herzen, als er sagte: «Es ist für uns eine Revolution, hier zusammenzusitzen. Für das Unternehmen ist es aber eher eine Evolution.» Für die europäischen Güterbahnen steht nun die Integration des neuen Systems und die Anpassung der Prozesse im Vordergrund.
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